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Waldrand - Lebensraum voller Überraschungen

 

Waldrandaufwertung – eine Chance für die Natur

Im April 2014 haben wir mit 25 Jungjägern eine Waldrandaufwertung durchgeführt. Mit vereinten Kräften pflanzten wir 250 Sträucher und 50 Bäume. Im artenreichen Übergangsbereich zwischen Wald und Kulturland leben besonders viele Tier- und Pflanzenarten. Es treffen hier die Arten des „geschlossenen“ Waldlebensraums auf die Arten des „offenen“ Kulturlandes. Wildbienen, Ameisen oder Wärme liebende Eidechsen bevorzugen sonnenexponierte, vegetationsarme Böschungen. Pracht- und Bockkäfer brüten in totem oder kränkelndem Holz unterschiedlicher Sträucher und Bäume. Fledermäuse nutzen den Luftraum zur Jagd. Viele Vogelarten nisten und brüten am Waldrand oder nutzen den an Beutetieren reichen Waldsaum ebenfalls zur Nahrungsbeschaffung. Ebenso findet Wild hier Deckung und geeignete Plätze zur ungestörten Nahrungsaufnahme.

 

 

 

Häufig, aber oft unsichtbar: Die Waldohreule

 

Die Waldohreule wurde anfangs 2014 zum Vogel des Jahres gewählt.  Obwohl sie zu den häufigeren Eulen gehört, sieht man sie kaum. Auf der Roten Liste gilt sie als potenziell gefährdet. Sie verschläft den Tag und beginnt ihre nächtliche Jagd in der Dämmerung. Besonders ausgeprägt sind ihre Federohren - welche eigentlich gar keine Ohren sind, sondern ihr den Namen geben und ihre ausdrucksstarke Mimik unterstützen. Tatsächlich besitzt die Waldohreule jedoch ein sehr feines Gehör. Sie ortet damit nachts das Piepsen der Feldmäuse - ihres Hauptmenüs - und überrascht sie dank eines geräuschlosen Flugs. Die Waldohreule liebt fliessende Übergänge zwischen Wald und Kulturland mit lichten Waldpartien, Magerwiesen, Hecken und extensiv genutztem Wiesland. Quelle: www.wald.ch

 

Viele spannende Informationen über den Waldrand finden Sie hier:

http://www.waldwissen.net/wald/naturschutz/arten/wsl_waldrand/index_DE