Herzlich willkommen auf dem Biohof Brandegg!

 

Obstgarten

 

 

Erweiterung unseres Hochstamm-Obstgartens

Im April 2014 haben wir unseren Obstgarten mit 20 ProSpecieRara-Hochstamm-Bäumen erweitert. Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Nussbäume erfreuen Auge und Herz.

Hochstamm-Obstgärten sind ein unentbehrlicher Lebensraum für viele bedrohte Tierarten.

 

Pflanzaktion
Artikel im Schwyzer Panda
Schwyzer Panda.pdf (3.68MB)
Pflanzaktion
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(3.68MB)
Einsiedeln mit alten Kirschsorten
Einsiedeln mit alten Kirschsorten.pdf (1.94MB)
Einsiedeln mit alten Kirschsorten
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(1.94MB)

 

 

Pflanzaktion im April 2013: Wölflisteiner, Kastanka, Dolleseppler, Lauerzer, ...  
 ...Edelfinger, Basler Adler, schwarze Chlöpfer, Tannlikirschen, … – Seit letzten Dienstag stehen 50 Kirschbäume in elf verschiedenen Sorten auf dem Hof von Daniel Kälin in Egg, gepflanzt als Gemeinschaftswerk von Klein und Gross.
 

Der 50. Kirschbaum ist gesetzt! Nun dürfen sich alle kleinen und grossen Helfer zu Recht über ihre geleistete Arbeit freuen, von links: Vernetzungsprojekt-Begleiter Geni Widrig, Landwirt Daniel Kälin, Finn Schanz, Bauernvereinspräsident Eugen Schönbächler, Jonas Lacher, Landwirt Meinrad Landolt, Roger Lacher und Lena Russ.                                                                    

Foto: Marlies Mathis

mm. Beinahe 60 Jahre sind es her, seit an den Sonnenhängen in Egg Kirsch-, Apfel- und Birnbäume geblüht und Früchte getragen haben, wie Richard Kälin, der Vater des jungen und unkonventionellen Landwirts Daniel Kälin zu berichten weiss. Im extrem warmen Januar 1956 hätten diese Obstbäume alle schon zu blühen begonnen. Als aber während des ganzen Februars um minus 25 Grad geherrscht hätten, seien danach sozusagen alle erfroren.

Ausserdem hätten bereits im zweiten Weltkrieg etliche der schönen Kirschbäume gefällt werden müssen, weil die Landwirte vom Bund zum Ackerbau verpflichtet worden waren.

Eine wahre Augenweide
Seit vergangenen Dienstag stehen nun aber in der oberen Brandegg auf dem Land von Daniel Kälin wieder 50 Kirschbäume. Der initiative Landwirt, der auf seinem Hof auch schottische Hochlandrinder züchtet, hatte denn auch die Idee für diese (Wieder-)Anpflanzung. Er stiess damit auf offene Ohren beim Einsiedler Bauernvereinspräsidenten Eugen Schönbächler, der beim Pflanzen ebenso Hand anlegte wie Vorstandsmitglied Meinrad Landolt.

Ebenfalls erhielt der Pionier im Rahmen des Vernetzungsprojektes dieses Vereins Unterstützung in Form von fachlicher Beratung durch den Projektbegleiter Geni Widrig, Landschaftsarchitekt, und tatkräftiger Mithilfe des Grosser Landwirts und Namensvetters Daniel Kälin, welcher den Kurs «Obstbau für Selbstversorger» absolviert hatte.

Ebenso trägt der Kanton Schwyz das Vorhaben finanziell mit, wird doch damit der Natur, in erster Linie bezüglich Biodiversität, ein grosser Dienst erwiesen.

Damit diese 50 Kirschbäume aber hoffentlich nicht das gleiche Schicksal wie ihre Vorgänger ereilt, war die Wahl von widerstandsfähigen Pflanzen für Daniel Kälin unabdingbar. Er entschied sich für Pro Specie Rara-Biobäume, welche er in Dicken, St. Gallen, beim Baumschulisten Pavel Beco, einem Experten auf diesem Gebiet, fand.

Klein und Gross miteinander
Eigentlich wäre die Pflanzaktion, zusammen mit der Mittelstufe der Schule Egg, schon früher geplant gewesen, aber der viele Schnee hatte einen Strich durch die Rechnung gemacht. So war es denn am letzten Apriltag endlich so weit, obwohl man sich an diesem nebligen Dienstag viel eher im November denn im Frühling wähnte, aber immerhin herrschten ziemlich optimale Bedingungen zum Setzen der Bäume.

Nebst den Erwachsenen fanden sich erfreulicherweise auch ein knappes Dutzend Schüler ein, die bereit waren anzupacken, und das während ihrer Frühlingsferien! Da wurde dann fleissig geschaufelt, Maschendraht gegen die Mäuse in die Mulde und um die Wurzeln gelegt, der Baum möglichst senkrecht gesetzt, sorgfältig das Loch wieder zugeschüttet, die Erde angestampft und zum Schluss ein Schutz gegen den Reh- und Hirschverbiss um den zarten Stamm angebracht.

So hat gewiss niemand bereut, einen Ferientag investiert zu haben, konnte doch dabei dank der Fachleute viel theoretisches Wissen und praktisches Können angeeignet werden, nebst dem Stolz, etwas Gutes für die Natur und ihre Artenvielfalt und damit indirekt auch für sich selber geleistet zu haben. Ausserdem herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre und es war ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis, und nicht zuletzt wurden alle kulinarisch verwöhnt. Ebenso konnte sich während der Mittagspause im Stall weder Jung noch Alt dem Charme der über 30 zotteligen Hochlandrinder und speziell deren Kälber entziehen.

Und so ist nur noch zu hoffen, dass die Kirschbäume bestens gedeihen und bald einmal Früchte tragen werden, hat doch der Besitzer eine süsse Überraschung angekündigt: Für alle Helfer wird es gewiss ein besonderes Vergnügen sein, wenn sie erstmals Kirschen von ihren gesetzten Bäumen pflücken und geniessen dürfen!